Julia etc.


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Sommersonnensehnsucht

Als sie ihn eintreten sah, setzte ihr Herz einen Schlag aus. Sie konnte es kaum glauben. „Er ist wieder da!“ schrie es in ihr. Sie traute Ihren Sinnen kaum. Aber doch, da stand er, den Kopf zum Himmel geneigt, ihr zugewandt. Stolz, prächtig, wunderschön! Ihre unbändige Freude ließ ihr ganzes Selbst erbeben.

Letztes Jahr hatte sie ihn das erste Mal erblickt, ihm zunächst scheu zugezwinkert. Er hatte sie wenig später angelächelt und dabei leicht gezittert, wie es schien. Sie jubilierte innerlich vor Aufregung, und konnte es kaum erwarten, wieder seinen Rhythmus zu spüren. Sie hatten leidenschaftliche Blicke getauscht, die gleiche Luft geatmet. Sie hatten zu Musik und in der Stille mit einander getanzt, bei Tag und bei Nacht. Mal sanft und leicht, mal lebhaft und sprühend vor Energie und Lebensfreude. Sie hatten miteinander geruht und sich tief in ihre Seelen geblickt. So lange hatte sie ihn vermisst und sich nach ihm gesehnt, nicht sicher, ob er zurückkehren würde. Nun war er endlich wieder da! Für sie. Bei ihr. Mit ihr!

Er sah zu ihr auf und explodierte innerlich vor Freude. Ihm wurde heiß und kalt. Einsame, lange Monate in trauriger Dunkelheit hatten ihn fast verzweifeln lassen. Würde er sie je wieder sehen, sein Licht, seine Inspiration? Würde sie auf ihn warten? Sie, seine Seelenverwandte, seine Sommerblüte, seine Liebe.

Oder würde ein Anderer an seine Stelle treten und sie für sich gewinnen? Nein. Hier war sie, strahlte ihn an, ihn allein. Ihr Lachen regnete in sein fröhliches Herz. Sie wiegte und drehte sich, ganz sanft, sie lud ihn ein. Ihr Tanz erinnerte ihn an Schmetterlinge in der Sommerbrise, an ihr Liebespiel im letzten Jahr. Wie er es genoss, ihren Bewegungen zuzusehen und von jedem Lufthauch, den sie gebar, gestreichelt zu werden!

Schon längst waren die traurigen, staubigen Gefühle der letzten Zeit abgeschüttelt, all die Zweifel und Ängste vergessen. Er bereitete sich vor. All seine Kraft kehrte zurück, pulsierte in ihm. Er war bereit. Für sie. Für ihren gemeinsamen Tanz, ihre Berührung, ihre Ekstase. Für einen kurzen Sommer waren sie wieder vereint. Der Decken- und der Bodenventilator.

© 2014 Julia Reuter

 

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As time goes by – 30-jähriges Abitreffen

Tafel

Oh je, was ziehe ich bloß an, schick oder relaxt? Will ich überhaupt hin? Werde ich Einige wieder erkennen? Ein paar Minuten der Unentspanntheit. Dann wieder Neugier und Vorfreude. Ab in die U-Bahn und ins Sushi & Soul, das unserem ehemaligen Mitschüler Chris gehört. Vor der Tür steht Andi und erkennt mich sofort. Ich bin ganz baff. Drinnen sind schon ein paar mehr eingetroffen, manche Gesichter kommen mir sehr bekannt vor. Chris – meine Güte, ist er auch schon 50? Sieht man gar nicht – nimmt Jacken in Empfang und dirigiert zu einer gefühlten 50 Meter langen Tafel.  Alles 50 heute. Ein tolles Einrichtungselement in seinem Lokal, das schon gut gefüllt ist und eine sehr schöne, warme Atmosphäre versprüht.

In welcher Klasse war ich bloß? Ich kann mich nicht erinnern und es wird leicht verwirrend. Es erkennen mich mehr Menschen als ich erwartet hätte, denen ich aber keine Namen zuordnen kann. Alle waren viel länger in Klassen gemeinsam. Ich kam erst im zweiten Halbjahr der 11. dazu, dann kam die Kollegstufe und wir wurden neu auf Kurse verteilt. Lehrer sind auch gekommen. Sie können aber kaum Jemanden zuordnen, auch meine Französisch-Leistungskurs-Lehrerin nicht. Sind ja nicht mehr die Jüngsten. Im Laufe des Abends wird es immer wahrscheinlicher, dass ich in der 11f war. OK, Schublade gefunden.

Birgit

Birgit! Da kommt meine liebe Freundin von früher, ohne ihre Löwenmähne, dafür mit stylischem Kurzhaar und sehr schicker Brille. Wir fallen uns in die Arme. Sie ist aus Stuttgart angereist. So viele Jahre nicht gesehen, die Flashbacks beginnen, mit sehr wohligen Erinnerungen.  Den ganzen Abend über wird mir immer klarer, wie sehr ich meine Schulzeit ausgeblendet habe. Nicht nur nervig-unangenehmes, auch das Schöne. Birgit sagt, dass Katja aus Cannes anreist. Ich freue mich noch mehr. Wie toll!

Katja! Da kommt sie! Dicke Umarmung, Riesenfreude! Aufholen, was alles passiert ist. Wir waren lose immer mal wieder in Kontakt über die Jahre. Mein Langzeitgedächtnis kommt auf Touren. Billiard spielen, Jungs damit beeindrucken, nach Paris fahren, mit ihrem Bruder zusammen gewesen, der mit meinem Bruder im Internat war. Wir drei nehmen uns einen Stehtisch, genießen die tollen Vorspeisen und ratschen, was das Zeug hält.

Katja

Die Atmosphäre ist schön, alle sind fröhlich und aneinander interessiert. Doch was wäre so ein Abend ohne fast eine in die Fresse zu kriegen? Ein ehemaliger Mitschüler  kam zu uns an den Stehtisch, stellt sich zwischen Birgit und mich und ignoriert, dass wir gerade im Gespräch sind.  Einem ziemlich persönlichen. Erster Minuspunkt bei mir. Dann quasselt er verschwitzt drauf los, „was das eigentlich sei mit den Frauen, die auf einmal ihr Leben verändern und sich coachen lassen. Was für ein Käse! Er hätte im Spiegel gelesen, Coaching sei quasi Schwachsinn.“ Da kann ich nicht umhin, ihm zu sagen, dass er Schwachsinn redet. Ein Wort gibt das andere und er meint, wäre ich keine Frau, würde er mich hauen. Da mich das wenig beeindruckt, wird er richtig sauer und schimpft rum, erreicht nichts, geht aber dann von uns weg und wenig später aus dem Lokal. Gute Entscheidung.

Anna-Michi

Alle wechseln noch ein paar mal Plätze und ich bin richtig froh, da zu sein. Katharina und ich unterhalten uns eine Weile über Ernährung, Bio, Genmanipulation und beschließen, das Gespräch weiter zu führen. Es wird mit den Stunden leider mühevoller, sich zu unterhalten, weil der Lärmpegel im erfolgreichen Lokal immer höher wird. Das nächste Mal wünsche ich mir eine ruhige Location für uns, irgend einen netten Nebenraum. Ganz lieben Dank an die Organisatoren und an Chris! Ich freue mich auf´s nächste Mal!


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La Bamba à la Algarve, anno weiß nicht mehr (1)

Erinnern

Bekannte urlaubten kürzlich an der portugiesischen Algarve und haben mit ihren tollen Videos die Erinnerungen meiner Reise  vor vielen Jahren wieder belebt. Zwei Wochen Sonne auf meiner Haut, nicht ohne Salz, versteckte Buchten, Begegnungen mit Delfinen, Blumen überall, frischer Fisch, nette Menschen und viele Erkundungen mischten sich mit eigenartigen und lustigen Erlebnissen.

Reisen

Bildschirmfoto 2013-10-19 um 14.38.04

Ein befreundetes Reisebüro buchte mir den Flug und ein Hotel, das im Prospekt herrlich aussah: Meerblick, grüne Umgebung, 5* Mittelmeer-Standard. Ja, du liest richtig, damals gab es noch Reisebüros. Das waren Dienstleister mit Ladengeschäft, die einem mit gedrucktem Anschauungsmaterial bei der Reiseauswahl und -vorbereitung gegenüber saßen und die Buchungen in schneckentemposchnellen Systemen vornahmen.

Der Ankunfts-Flughafen Faro mutete familiär an, sprich er war damals sehr klein, dafür von um so mehr Urlauber-Familien bevölkert. Schreien, Quengeln, Suchen, portugiesisches Flughafenpersonal auf deutsch voll quatschen. Verstörtes Realisieren, dass man im Ausland ist. Über einander gefallene Koffer vom viel zu schmalen Gepäckband retten, und noch mehr Geschrei und Gequengel von Kindern, die dem Stress ihrer Eltern die passenden Klangfarben gaben. Tief durchatmen.

Schaudern

Ein Shuttle-Bus brachte mich kurz darauf zu einem Hotel in Albufeira, ca. auf halber Strecke zwischen Faro und Lagos. Es stellte sich also sehr schnell heraus, dass Albufeira ebenso wenig das gebuchte Lagos war wie das Hotel der Prospektabbildung entsprach: Beton-Silo in Reih und Glied mit vielen Beton-Silos unterschiedlicher Formen und Größen, grau in grau. Dazwischen keine tropisch anmutenden Ziergärten, sondern Kräne, Bagger, vertrocknete Palmenreste und davor verschmutzter, übervölkerter Strand. Das glückselige Urlaubsgefühl wollte sich spontan noch nicht wirklich einstellen, sondern ertrank im Lärm der krebsrot gerösteten Massentouristen.

Es war schon Nachmittag, ich würde hier heute vermutlich nicht mehr weg kommen, zumal mein Mietwagen noch nicht da war. Also zumindest mal das Zimmer anschauen. Düsteres Erwachen in Bild und Ton: Miefiges Kleinst-Einzelzimmer mit überdachtem Miniatur-Balkon, gut einsehbar für Nachbarn, die ihrerseits schmuddelig-weiße Sportsocken auf ihrem Balkon trockneten und sich zu unüberhörbar deutschem Fernsehen in Adidasstreifen-Trainingshosen räkelten. Plastik-verschaltes Bad von maximal 20 Quadratzentimetern. Umdrehen ohne Anstoßen unmöglich. OK, ich muss hier weg. Schnell!

Ich erreichte Uwe im Reisebüro mit meinem Handy auf seinem Handy. Das ist deshalb erwähnenswert, weil Roaming damals nicht selbstverständlich und enorm teuer war. Nicht Jeder hatte eines von diesen gefühlten kiloschweren, mangogroßen Teilen, geschweige denn dauerhaft vor dem Gesicht oder am Ohr fixiert. Mir war der Luxus aus beruflichen Gründen vergönnt, also hatte ich es für alle Fälle dabei. Die Rechnung dafür sollte später noch folgen. Ich teilte ihm in wenigen, kostensparenden Worten mit: „Uwe, hier ist es Scheiße, eine einzige Betonwüste. Ruf bitte den Veranstalter an und rette mich weit weg von hier!“ Eine Stunde später – Uwe ist effizient! – rief mich eine Dame des Veranstalters an, entschuldigte sich in aller Form für mein Missfallen und bot mir an, mich noch am selben Abend umzuziehen. Da war ich gleich viel milder gestimmt.

Ankommen

So sprach sie und holte mich eine knappe Stunde später ab. Wir gondelten entlang der wunderschönen Küste, nun tatsächlich fast bis nach Lagos. Herrlich! Unterwegs erklärte Sie mir, sie könne mir ab dem überübernächsten Tag ein wirklich nettes Appartement anbieten, das auch ins Budget meiner Buchung passe. Außerdem würde sie mir Morgen den Mietwagen bringen lassen, den ich mit gebucht hatte. Sie müsse mich jedoch leider für drei Nächte zwischenlagern und bat mich um Verständnis, dass ich diese Nächte in einer Villa schlafen müsse. Villa? Villa! Für mich allein? Für mich allein! Ich versuchte, mein spontanes Strahlen in ein geschäftsmäßig-freundliches Nicken zu pressen, was mir gründlich misslang.

Die Villa hatte acht Schlafzimmer, die ich theoretisch alle nutzen konnte, Marmorbäder, eine offene Küche sowie einen riesigen, dezent und hell eingerichteten Wohnraum, der sich zum Pool und Meerblick öffnete. Ich hätte es schlimmer treffen können! Die super-freundliche Veranstalter-Dame wünschte mir einen schönen Aufenthalt und verabschiedete sich bis in drei Tagen. Ich schmiss eine meiner CDs in die Stereoanlage des Hauses und tanzte erstmal gepflegt meine erste Anspannung aus und meine sprudelnde Freude in den Raum. 3 Tage + Villa + Pool + Meer + ich = Perfekt!

Villa-Portugal

Um die Ecke im Ort waren die Läden noch offen. Dort kaufte ich Leckeres zum Abendessen, Kaffee und ein paar Getränke. Die nahe liegenden Restaurants mit deutschen Speisekarten zogen mich nicht an, mein Pool mit Meerblick umso mehr. Zum Sonnenuntergang lag ich entspannt auf meiner Terrasse am Pool, genoss die Aussicht und meine portugiesischen Köstlichkeiten, Bissen für Bissen bei einer Flasche hervorragendem Portwein. Etwas durch geschleudert von den Gefühlen und Eindrücken des Tages, plumpste ich recht früh in eines der vielen großen Betten des Hauses und schlief sofort ein, nachdem ich Uwe noch ein dickes Dankeschön für seinen „Not-Einsatz“ per SMS geschickt hatte.

Booten

Entspannt und fröhlich wachte ich am nächsten Tag auf und fand eine SMS der lieben Veranstalterin vor, dass mein Mietwagen vor der Tür stünde und der Schlüssel im Briefkasten sei. Hervorragend! In der Küche fand ich die Kaffeemaschine, bereitete mir einen Becher voll zu und nahm ihn hochherrschaftlich, mit den Füßen im Pool und dem Meer im Blick, auf meiner temporären Terrasse ein. Mein Urlaub konnte beginnen, nicht in vollen Zügen, sondern an wundervoller Küste! Kaffee, Schwimmen, Duschen, Mittag. Land und Leute, ich komme!

Zu aller erst wollte ich mich auf eine von mehreren Boots-Touren begeben, in den nächsten Tagen etwas über Land fahren, einfach der Nase nach, ein paar Empfehlungen folgen und noch mehr Boot fahren.

Fortsetzung folgt, inklusive der Auflösung zum Artikelnamen…


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Web Zwo Sehr Null – Gekaufte Meinungen auf niedrigstem Niveau

Die normalen Werbewege reichen nicht aus, es müssen auch die Nutzermeinungen gefälscht werden, vorzugsweise durch Meinungsschreibe über Produkte, die der Schreiber nie sah, schmeckte, fühlte, ausprobierte oder las.

Kurz nachdem das Netz 2.0 noch gerühmt wurde, Ausdruck freier Meinungsäußerung und in Hand des ehrlichen User Feedbacks zu sein, aus dem Hersteller lernen können, ist es nun wieder mal ein Sumpf an Betrug und per Sklaven“lohn“ bezahlter Pseudo-Kenner. Denn klar, welche Hersteller machen nicht gerne den Verbraucher zum Trottel, wenn es sich lohnt? Jetzt geht das auch billiger als Werbung je war.

Zwei Beispiele der letzten Tage haben mich erschreckt:

Freiberuflerplattformen wie oDesk und peopleperhour ekeln nicht nur durch Stundenlöhne zwischen $1-6 pro Stunde. Sie lassen es auch noch zu, dass auf ihren Seiten Meinungsschreibe als Job angeboten wird. $1-6 je 500-600 Worte Artikel zu Produkten, von denen der Schreiber keinen Schimmer hat.

Die Bewerberliste ist lang. Und wenn er/sie z.B. ein eBook geschickt bekommt, über das der Jobgewinner (soll heißen, der niedrigst Bietende, nicht der Beste) sich ergießen soll, gibt es für Lesezeit und Schreiben ca. $5. Das bedeutet im Klartext, dass sich qualifizierte Menschen heutzutage für Löhne verdingen müssen, die Fastfood-Unternehmen als Muster-Arbeitgeber erscheinen lassen.  Und wie, frage ich mich. zahlt jemand von solchen Bezahlungen seine Miete?

Ist mir heute langweilig, möchte ich für $3  so ca 5-8 Stunden arbeiten und mal ordentlich Frust ablassen?

Hierzu durfte mein Facebook-Freund und Schriftsteller John Asht kürzlich schmerzliche Erfahrungen sammeln: Bezahlte oder gehässige Rezensenten, die auf der Basis des online verfügbaren Klappentextes seiner Bücher vernichtende Kritiken schrieben. Offenbar mit Freude darüber, jemandem weh zu tun.

Hier sein Beitrag, mit Erlaubnis rüberkopiert:

Logbuch Eintrag – Jahr 2012 Monat 01 Tag 23.

„Experiment gelungen – die Organisierte Literatur-Kriminalität im Internet ist bewiesen: Google Alert hat mir binnen nur 2 Tagen ganze 742 neue, gehässige Rezensionen meines Romans „TWIN-PRYX, Zwillingsbrut“ gemeldet. Dabei aber wurde in dieser Zeit kein einziges Exemplar verkauft, geschweige denn von einem dieser Möchtegern-Rezensenten gelesen. Da wurde auf organisierte und abgesprochene Weise einfach nur der Klappentext im Internet begutachtet und bösartig auf die Tasten gehauen. Das ist kriminell, weil es eine „Absichtliche Geschäftsschädigung wider besseren Wissens“ ist.

Wohlbedacht über’s Wochenende, habe ich diesen Blog in die Welt des deutschsprachigen Raumes geschickt. Er hat viel Staub aufgewirbelt und mir letztendlich den erhofften Beweis erbracht, dass es tatsächlich so etwas wie „Rezensenten-Mafia für Arme“ gibt. Diese Leute sind in Foren und Blogs organisiert und schießen auf Kommando, wie die Zecken aus den Büschen, ohne überhaupt nachzudenken, was sie da eigentlich anstellen. Da gibt einer den Ton an und alle anderen folgen ihm bedingungslos in den Irrsinn. Typisch!

Über 14.600 Personen haben in nur 48 Stunden diesen Blog gelesen – in über 1.200 Foren im gesamt deutschsprachigen Raum wurde darüber debattiert – an die 80 Onlinezeitungen und ca. 20 gestandene Jouranlisten haben Anfragen geschickt, obwohl wir Wochenende hatten. 

Fazit: Solche falschen Rezensenten und Möchtergern-Literaturkritiker sind eine Schande für’s freie Internet, aber ganz besonders für die Literaturbranche des einstigen Volkes der Dichter und Denker. Und sie sind auch die Totengräber des freien Internets. Es braucht sich niemand mehr wundern, wenn es schon in baldiger Zeit, die Anonymität im Internet nicht mehr geben wird und wenn es überall diverser Zugangscodes bedarf. Die schönen, guten alten Tage des Freien Internets sind gezählt – wegen eben solch‘ schwachsinnigen Halbstarken.
In den Parlamenten dieser Welt werden schon seit einem Jahr die Messer heftig gewetzt – aber keiner scheint die Warnung zu verstehen!“  

>>>So ging es weiter…

Wer fing mit bezahlten und gelogenen Kommentaren an? Wer hört damit auf? Sonst haben wir bald Wahlkampf auf dem Niveau…


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Freundeskreis im Steakhaus: Gynäkologin sagte ihr, sie sei zu blass

Gestern Abend im Steakhaus musste ich mich sehr zusammen reißen, die schöne Pfeffersauce nicht quer über den Tisch zu lachen. 

Am Nebentisch saßen 10 junge Leute, schätzungsweise zwischen 25 und 30. Sie unterhielten sich ganz genau so, wie wir auf Facebook miteinander sprechen. Jeder gab Statusmeldungen von sich, die aber nicht zu Gesprächen führten, sondern nur hier und da zu Kommentaren und weiteren Statusmeldungen.

Fehlte nur noch, dass sie sich gegenseitig anklicken und mögen.

Mehrere Themen liefen gleichzeitig ab, das Ganze gemischt auf Englisch und Deutsch, obwohl kein Engländer oder Amerikaner am Tisch saß. Und so hemmungslos offen, als ob sie anonym da wären. Ungefähr so:

Frau 1:  Ich war bei einer neuen Gynäkologin letzte Woche. Ich stehe nackt vor ihr, sie schaut rauf und runter an mir und sagt in leicht tadelndem Ton: Sie sind aber blass.

Mann 1: Der Wulff ist ja so ein Arsch, I cannot believe what he did.

Mann 2: Die Alimente fressen echt mein Gehalt auf, keine Ahnung, wie ich mit dem Rest, der mir bleibt überleben soll. Ich krieg nie wieder Kinder!

Frau 2:  Have you seen the movie XYZ? It was so great! I loved the scene where he proposed to her and then crashed his car!

Mann 3: Boah, das war so ein Monster Cum Shot, das kannst du dir nicht vorstellen, die spinnen doch in solchen Filmen!

LOL haben sie nicht gesagt, sondern echt gelacht.

Kennt Ihr das?


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Zuvor gebloggt für Germanys next Bundeskabinett


Während ich noch eine Weile mit all den Einstellungen und Umstellungen in WordPress rumfrickele und eine Titelgrafik bastele, hier meine 3 älteren Posts für unser ehrenwertes Germanys next Bundeskabinett.
 

  • Knochenjob – American Football oder Chicken Wings – Am Anfang war das Ei (09.11.2011)
Der handelsübliche Spieler von American Football – ob nun College- oder Profi-Liga – bekommt ordentlich was auf´s Gerippe während die Fans an Hühnerknochen nagen. Hiermit hören die Parallelen aber nicht auf. Hübsch geformt, mit einer Körpergröße von durchschnittlich ca. 3,28 Metern, einer Schulterbreite von ca. 7,85 Metern und einer Beinlänge von ungefähr 0,62 Metern, stürmt … Weiterlesen »
     

  • Neulich in der Kabinettsküche – Von der Bohne zur Giraffenlippe (26.10.2011)
So kann es aussehen, wenn aus dem Nichts und einer heißen Tasse zwischen der Social Secretary und einer Ministerin mit langem Titel im Gesichtsbuch eine kreative Sitzung entsteht   Germanys Next: Extra für Ulla, das schöne Dienstagstässchen aus dem Konsulat geholt – handgefertigtes ungarisches Porzellan aus den Neunzehnhundertsechzigern.   Julia Reuter: Interessante Sponsoren … Weiterlesen »
     

  • 999 oder 666 – Des Teufels Kaffeefahrt zur Amerikanischen Tea Party Intelligenzia – Oder was dabei rauskommt, wenn ein bereits verdummtes Volk sich in der Politik versucht (19.10.2011)
In Amerika beginnt der Möchtegern-Wahldampf gerne schon mal lange vor dem Wahlkampf, schließlich gibt es hier jederzeit die frei käufliche Meinungsfreiheit. So reist zum Beispiel der Präsident im 1,2 Millionen Sicherheitsbus durchs Land, um Amerikanern mal zuzuhören … Weiterlesen »


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Willkommen ~ Welcome!

Willkommen zusammen!

Nun blogge ich also auch. Und wieso unbedingt jetzt?  Weil ich Lust dazu habe!

Hoffentlich schreibe ich interessante und ulkige Anekdoten aus meiner Zeit in den USA und meinem Leben im Allgemeinen, hier und dort, mit Hinz und Kunz. Vermutlich lasse ich Euch an meiner mehr oder weniger ausgeprägten Teilweisheit partizipieren, poste mal Rezepte, weine unerfüllte Träume und entrüste mich über Dieses und Jenes.

Möglicherweise lasse ich es seltsame Enthüllungen regnen, bade schriftlich in emotionale Momenten, übertreibe bekloppte Geschichten, geschmückt mit meist eigenen Fotos (hier ein Blick auf das schwarze Meer, wo ich mir im Winter 2010 eine Fresse voll neuer Zähne zementieren ließ. Die Erfahrung an sich ist schon einen Post wert).

Ich schreibe mal deutsch, mal englisch, mal ernst, meist weniger.

Zudem möchte ich meine lieben Kollegen von Germanys next Bundeskabinett bejubeln und brauchte hierzu eine WordPress ID 🙂

Unseren täglich Kaffee bereitet uns die wunderbare Social Secretary in Germany´s next Kabinettsküche  zu. Schaut mal rein!

Ja, in dieser neuen Bundesregierung bekleide ich das verantwortungsvolle Amt der Ministerin für Arterhaltung und Schlamassel im weiteren Sinne.

Wird nun alles klarer? Nicht? Dann mach dir ein Nutellabrot und warte einfach mal ab 🙂